Silber für Romy Sander in der AK14
Ein großartiges Turnier lieferte Leonard Bartsch (Frankfurt) bei den Deutschen Meisterschaften der AK16 in Bremen zur Vahr ab. Bereits am ersten Tag spielte er mit einer 69 auf dem Par-74-Kurs trotz einer Unterbrechung wegen massiver Regenfälle eine fabelhafte Runde. Sechs Birdies bei nur einem Bogey brachten ihm die Führung ein. Am zweiten Tag wurden es erneut sechs Birdies, diesmal musste er aber auch drei Bogeys notieren, womit er mit einer 71 erneut 3 unter Par blieb. Doch damit schmolz seine Führung, weil Bjarne Muss (St. Leon-Rot) nach seiner 72 mit einer 69 den Rückstand auf einen Schlag verkürzte.

Damit war es dann auch ein Zweikampf, den denn beiden konnte kein anderer Spieler folgen. In der Finalrunde übernahm Murr an Loch 6 die Führung. Bartsch spielte ein Bogey, Murr ein Birdie. Doch der hessische Kaderspieler blieb nervenstark und glich an der 7 direkt mit einem Birdie wieder aus. Beide machten das Birdie an der 10, aber Murr konnte ein weiteres an der 12 nachlegen. Wieder blieb der 14jährige Bartsch nervenstark: mit Par-Birdie-Birdie nahm er seinem Kontrahenten an den folgenden drei Löchern jeweils einen Schlag ab. Er spielte diese Führung mit drei Pars und einer erneuten 71 nach Hause und durfte damit den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere, dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften, einfahren.
„Leo hat gespielt ohne wirklich Fehler zu machen. Da reihte sich ein guter Golfschlag an den anderen. Selbst wenn es mal eine schwierige Lage war und auch unter den nicht ganz einfachen Bedingungen der ersten beiden Tage war das wirklich richtig gutes Golf“ freute sich anschließen Landestrainer Thorsten Walter mit seinem Schützling.
Auch der neue Deutsche Meister war stolz auf seine Leistung: „Ich habe sehr gut gespielt, besonders in der ersten Runde. In der Finalrunde habe ich auf den ersten Löcher die Chancen nicht genutzt, doch im Laufe der Runde aber den Fokus wiedergefunden“. Für Bartsch war es ein Duell groß gegen klein, war doch sein Konkurrent nicht nur fast zwei Jahre älter und deutlich größer, sondern auch aktueller Nationalspieler. „Gerechnet habe ich damit nicht.“ schilderte er seine Ausgangslage, „Ich wollte einfach mein bestes geben“. Das hat Bartsch dann tatsächlich auch so hinbekommen und war an diesem Wochenende der bessere von zwei starken Spielern, der sich neben seinem fehlerlosen Spiel besonders auf seine guten Putts verlassen konnte.
Auch Edward Horn (Frankfurt) blieb für das Turnier unter Par. Mit Runden von 76, 74 und einer 71 lieferte er ein sehr gutes Turnier ab und landete auf Platz 6. Die Top10 verpasste Tom Brouwers (Neuhof) um einen Schlag nur ganz knapp. Mit Runden von 77, 73 und 76 belegte er Platz 11. Elias Almeling (Frankfurt, 79-76-77) und Lasse Döhrer (Idstein, 74-83-76) belegten die Plätze 20 und 22.
Die AK14 der jungen trug ihre Meisterschaft ebenfalls in Bremen aus. Hier hatte Philipp Heider (Neuhof) lange eine Medaille im Visier. Nach einer 79 folgte am zweiten Tag eine grandiose 71. Von Platz 3 startend hielt die Position. Doch am Schluss der Runde musste Heider ein Doppelbogey und ein Bogey auf den Löchern 16 und 17 hinnehmen. Mit der 76 beendete er ein starkes Turnier auf einem guten 5. Platz. Auch die anderen Hessen im Cut machten ihre Sache sehr gut. Moritz Subtil startete mit einer 84 und legte dann ganz starke Runden von 75 und 76 nach. Platz 14 war der Lohn für ihn. Jasper Timmann (Neuhof, 75-78-84) landete ebenfalls noch unter den Top20 auf Platz 19. AK14-Meister wurde nach einem Stechen über sieben Löcher Simon Süntzenich (Stuttgart).

Die Mädchen der AK14 und 16 spielten ihr Bundesfinale im GC Holledau aus. An den ersten beiden Tagen war es Romy Sander (Frankfurt), die das Feld im Griff hatte. Mit Runden von 75 und 74 war sie drei Schläge vor der einheimischen Julia Anneser. Sander, die in diesem Jahr bereits sensationell die Deutsche Lochspielmeisterschaften gewann und einige weitere starke Resultate erzielt hatte, kontrollierte auf den ersten Löchern das Feld. Doch Anneser spielte ab dem sechsten Loch (gestartet wurde auf Loch 10) die nächsten acht Löcher vier unter Par. Sander hingegen verlor ihrerseits Schläge, was dazu führte, dass sie vier Löcher vor Schluss vier Schläge hinten war. Wie schon so oft in diesem Jahr blieb sie aber dran und konnte diesen Rückstand innerhalb der nächsten drei Löcher nochmals ausgleichen. Allerdings war die Frankfurterin gegen das Birdie der Konkurrentin auf dem letzten Loch dann machtlos. Damit wurde es die Vizemeisterschaft, ein weiteres tolles Ergebnisse einer so erfolgreichen Saison für die 14jährige Sander.
Ein ausgezeichnetes Turnier in der selben Altersklasse absolvierte Sophia Leininger (Neuhof). 79, 76 sowie am letzten Tag einer 78 spielte sie drei sehr solide Runden und wurde mit einem überraschenden 5. Platz belohnt. Die dritte Hessin in den Top10 war Lilian Wu (Frankfurt). Trotz ihres Nachteils bei der Schlaglänge holte sie sich mit Runden von 79, 77 und 83 einen beachtlichen 9. Platz. Coco Li (Main-Taunus, 80-81-87) beendete das Turnier im Cut auf Platz 25.
Beim Sieg von Emma Schulz-Hanßen (SLR) in der AK16 war Lily Menge (Frankfurt, 75-81-79) auf Platz 22 die einzige Hessin im Cut.
Die AK18 der Jungen und Mädchen traten im GC Gütersloh an. Auch hier kamen die Hessen mit zwei Top10-Plätzen nach Hause. Bei den Jungen hatte Moritz Küls (Neuhof), der erst vor zwei Wochen sich sensationell zum Deutschen Meister bei den Herren kürte, nach zwei 74er-Runden von Platz 18 aus in den Finaltag gestartet. Für Küls lief es mal wieder richtig gut und sechs Birdies wanderten auf die Scorekarte, leider aber auch ein Doppelbogey. Mit der 68 marschierte er noch vor bis auf Platz 5. Es siegte Colin Bärmann (Hubbelrath). Nikola Durdov (Neuhof, 80-71-75) wurde 23.
Bei den Mädchen hatte Johana Kirch (Frankfurt) nach Runden von 75 und 73 in einem sehr engen Feld Tuchfühlung mit der Spitze. Damit lag sie auf Platz 6 und nur zwei Schläge hinter den Führenden, allerdings waren die Top10 überhaupt nur drei Schläge auseinander. Es wurde für Kirch am letzten Tag eine 78, womit sie die DM beim Sieg von Yoo Na Bae (SLR) auf Platz 10 beendete. Die Hessenmeisterin Isabel Morato Brede (Kassel) kam mit Runden von 75, 76 und 78 auf Platz 17.

Toto Walter, Lasse Döhrer, Philipp Heider, Leo Bartsch, Eddy Horn, Tom Brouwers

Lilly Wölflick, Lily Menge, Sophia Leininger, Coco Li, Lilian Wu
News vom 06.09.2026

