
Das es eine hessische Siegerin bei den Deutschen Lochspielmeisterschaften geben sollte war bereits am Samstagabend klar. Mit der Hessenmeisterin Anjana Cordes (Neuhof) sowie Romy Sander (Frankfurt) hatten nämlich zwei Hessinnen ihr jeweiliges Halbfinale gewonnen. Am Ende triumphierte mit Romy Sander die jüngste Teilnehmerin des ganzen Feldes.
Die Deutschen Lochspielmeisterschaften wurden in diesem Jahr bei besten Bedingungen im GC Urloffen an der französischen Grenze nah bei Straßburg ausgetragen. Die Damen spielten zunächst eine zweitägige Zählspielqualifikation, nach der im Lochwettspiel die Top8 um die Medaillen kämpfen sollten und die Plätze 9 bis 16 um die folgenden Plätze. Für Sander sollte es als Spielerin mit dem höchsten HCPI aller Teilnehmerinnen der Cut werden, Cordes hatte die Top8 als Ziel im Visier. Beide lieferten ab: Sander mit Platz 7 und Cordes mit Platz 5. Ebenso im Medaillenrennen war auch noch Johanna Kirch (Frankfurt) auf Platz 6. Während Cordes und Sander ihre Viertelfinale überstanden, musste Kirch dort eine Niederlage hinnehmen. Sie belegte am Ende Platz 6. Die erst 14jährige Sander zeigte auch im Halbfinale unbekümmerte Nervenstärke. Wieder war die junge HGV-Kaderspielerin in einem engen Match mit 1 auf auf die 18 gekommen und wieder halbierte sie das Loch zum Sieg.

Cordes erlebte hingegen in ihrem Halbfinale eine echte Achterbahn. 7 down nach 8 bzw. 10 Löchern – da hätte wohl keiner mit dem gerechnet welchen Verlauf dieses Match noch nehmen sollte. Cordes holte mit starken Golf und einem großen Kämpferherz Loch für Loch zurück und erzwang auf der 18 sogar das all square. An Loch 21 dann die Erlösung und der Einzug ins hessische Finale.
Dort brillierte allerdings Sander, die über die Turnierrunden von ihrem Vater als Caddie unterstütz wurde. Mit 6 unter Par auf den 13 gespielten Löchern ließ sie ihrer Neuhöfer Gegnerin keine Chance und sicherte sich mit einem 7&5 einen unerwarteten Erfolg. Romy Sander zeigte sich überglücklich aber noch nicht ganz im klaren was da gerade passiert war: „Noch habe noch gar nicht realisiert was passiert ist, wie ich das Turnier gemeistert habe, was das für eine Bedeutung hat.“ staunte Sander selbst nach dem Finale, „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass das so in die Richtung gehen könnte. Es ist wie in einem Traum. Ich bin überglücklich!“. Mit ihrem Spiel war sie natürlich sehr zufrieden: „Ich habe sehr, sehr solides Golf gespielt und hatte mein Putten wieder im Griff und ein gutes kurzes Spiel.“
Für Anjana Cordes war es trotz der Final-Niederlage ebenso ein große Erfolg. Vielleicht haben am Ende nach dem Kraftakt des Vortages etwas die Körner gefehlt um der jungen Siegerin mehr Paroli bieten zu können.
Bei den Herren, die Ihren Meister über sechs Lochwettspiel-Runden ermitteln, zeigte der Routinier Moritz Muhl (Frankfurt) eine starke Leistung. Er zog als Gruppensieger in die Runde der Top8 ein. In einem spannenden Viertelfinale hatte er die besseren Nerven und siegte am 20. Loch. Leider musste Muhl sein Halbfinale und auch das Match um die Bronze-Medaille jeweils knapp mit 1 down verloren geben. Es gewann Leo Böhm (München) im Finale gegen Kieron Kaube (Wannsee).

News vom 03.05.2025

