Was für ein unfassbarer Erfolg für den erst 17jährigen Moritz Küls vom GC Neuhof: er gewinnt die Deutschen Meisterschaften der Herren. Mit Runden von 74, 70, 71 und 74 setzte er sich mit einem Schlag vor den geteilten 2. Arthur Akpinar (Wannsee) und Luca Scheublein (Olching) durch.
Gespielt wurde im GC Teutoburger Wald, ein langer und enger Golfplatz, der kaum Fehler verzeiht. Umso höher ist die Leistung von Küls anzusehen, war es sich in Vorfeld der Meisterschaft gar nicht sicher, ob er antreten sollte. „Meine Saison war bisher nicht so erfolgreich. Im Training und auf den Proberunden hat es ganz gut funktioniert, aber in den Turnierrunden lief es bis zu diesem Turnier nicht so richtig“ gab der bisherige Saisonverlauf Küls zu denken. Doch gut, dass er die Herausforderung annahm. In der ersten Runde legte er mächtig gut los: drei Birdies bis Loch 11, doch dann folgten noch fünf Bogeys. „Das war schon ganz gut, aber am zweiten Tag habe habe ich dann am besten gespielt“ freute sich der Neuhöfer über die folgende 70. Auch in der dritten Runde blieb er mit einer 71 unter Par und übernahm die Führung. Der Start am Finaltag verlief mit vier Bogeys von Loch 2 bis 5 nicht optimal. Doch es folgten Birdies an der 6 und 12 und sonst nur noch Pars. Damit verteidigte er seine knappe Führung, denn auch die Konkurrenz kam nicht fehlerfrei über die Runde. Obwohl der Platz gerade von der Teebox sein Schwierigkeiten hat, war es genau das, was der neue Deutsche Meister als seine Stärke nach dem Turnier ausgemacht hat: „Mit meinem Driver habe ich die Fairways gut getroffen und konnte die Hindernisse aus dem Spiel nehmen. So habe ich Doppelbogeys vermieden. Der Rest des Spiels war sehr solide“.
Mit Moritz Küls gewinnt seit 1999 – damals war es Benjamin Schlichting (Frankfurt) – endlich wieder ein hessischer Spieler die Deutsche Meisterschaft der Herren. Vor 10 Jahren gewann noch Christian Bräunig, der in Main-Taunus groß wurde, aber zu der Zeit für Mannheim spielte.
Ein ganz starke Leistung lieferte mit Lukas Lange (Frankfurt) ein weiterer Hesse ab. Lange spielte konstante Runden von 72, 73, 74 und 74 und beendete das Turnier auf dem geteilten 5. Platz. Tim Opderbeck (Frankfurt) beendete die DM auf Platz 13 und kam damit ebenso unter die Top20 wie bei den Damen Katharina Hesse und Anouk Heinz (beide Frankfurt) auf den Plätzen 11 und 16. Bei den Damen gewann Leonie Breutigam (Hamburg).

News vom 23.08.2026

