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Hessenmeisterschaften 2019

in Main-Taunus (08. - 09.06.2019) / Par 72

Helen Kreuzer und Thibault Junak sind die neuen Hessenmeister

Am Pingstsamstag und Pfingstsonntag trafen sich die hessischen Damen und Herren im Golfclub Main-Taunus zu den Hessenmeisterschaften. Der Platz präsentierte sich in einem tollen Zustand, doch der starke und böige Wind bereitete dem starken Teilnehmerfeld am ersten Tag erhebliche Probleme. Am Sonntag wurde das Wetter und dadurch auch die Scores entsprechend besser.

Helen Kreuzer
Während es bei den Damen ein souveräner Start-Ziel-Sieg von Helen Kreuzer wurde, herrschte bei den Herren große Spannung und am Ende gab es eine überraschende Wendung, die die Gastgeber insbesondere jubeln ließen.

Doch zunächst zu den Damen. Mit den windigen Bedingungen des ersten Tages kamen Helen Kreuzer (Frankfurt) und Antje Heisel (Neuhof) am besten zurecht. Beide beendeten die Runde mit einer 74 und lagen damit in Führung. Etwas überraschend war zu diesem Zeitpunkt Marie Coors (Frankfurt) schon so gut wie aus dem Rennen. Bei Marie, die in den letzten vier Jahren drei Mal Hessenmeisterin geworden war, lief eigentlich nichts zusammen, so dass sie am Ende eine für sie ungewohnte 83 notieren musste. Helen Kreuzer nutzte dies aus und zog mit einer ganz starken 70 am Sonntagvormittag allen Konkurrentinnen davon. Insgesamt sechs Birdies spielte Helen in dieser Runde, so dass sie das Doppelbogeys an Loch 2 locker ausbügelte. Antje Heisel blieb die nächste Verfolgerin, doch hatte sie nach ihrer 75 bereits fünf Schläge Rückstand. Helen ließ dann auch in der letzten Runde keine Zweifel aufkommen, dass sie in diesem Jahr den Titel für sich beanspruchte. Mit einem bärenstarken Finish blieb sie auch am Nachmittag mit einer 71 erneut unter Par und sicherte sich den Titel mit 10 Schlägen Vorsprung. Nach dem vermurksten Auftakt schob sich Marie Coors noch bis auf Platz 2 nach vorne. Die 73 in der zweiten Runde brachten sie etwas heran, doch es war dann die beste Runde bei den Damen, eine ganz starke 69, die ihr den Platz auf dem Treppchen verschaffte. Somit drehte sich das Ergebnis des Vorjahres mit dem exakt gleichen Vorsprung. Bronze sicherte sich Antje Heisel mit einer 77 in der Schlussrunde.

Antje Heisel, Helen Kreuzer, Marie Coors

Thibault Junak
Bei den Herren setzte sich in der ersten Runde Lukas Köble, der zur Saison 2018 nach Frankfurt wechselte, an die Spitze des Herren-Feldes. Köble brachte im Wind von Main-Taunus vier Birdies auf die Scorekarte bei nur zwei Bogeys. Es war am ersten Tag die einzige Runde unter Par. Er blieb auch nach Runde 2 in Führung, doch büßte er seinen Vorsprung ein. Nach seiner 74 lag er für das Turnier bei Par, ebenso wie Ludwig Schäfer (Neuhof) und Yannic Oppenheimer (Main-Taunus). Schäfer hatte nach seiner 75 mit einer 69 aufhorchen lassen. Allerdings war es Oppenheimer, der für das Highlight sorgte. Fünf Birdies, ein Eagle und nur ein Bogey führten zu der besten Runde des Turniers, einer 66. Damit glich er seine 78 des Vortages aus und lag mit den beiden anderen gemeinsam in Führung. Doch die drei konnten sich ihrer Sache nicht sicher sein, denn das Verfolgerfeld mit Spielern wie Thibault Junak (Main-Taunus), Max Hirsch und Ben Bradley (Frankfurt) lag nur denkbar knapp dahinter. Yannic Oppenheimer unterliefen auf den ersten 11 Löchern der finalen Runde kleinere Fehler, womit er bei +3 lag und aus dem Rennen um die Medaillen raus war. Lukas Köble hingegen spielte bärenstark. Bis Loch 11 gelangen ihm drei Birdies und ein Eagle, allerdings auch zwei Bogeys zu 3 unter Par. Ludwig Schäfer lag mit zwei Birdies und einem Bogey bei 1 unter Par. Ludwig verkürzte auf der 12 mit einem Birdie, Lukas stellte den Abstand mit einem Birdie auf Loch 13 wieder her. Beide Spieler lagen an der 14, einem Par 5 Loch, mit dem zweiten Schlag am Grünrand. Eine Umdrehung mehr und der Chip von Ludwig wäre zum Eagle gefallen, so war es das sichere Birdie. Lukas Chip war ebenfalls gut, doch er verschob seinen kurzen Birdie-Putt. Somit lagen Lukas mit -4 und Ludwig mit -3 als einzige Spieler unter Par. Also sollte eigentlich die Entscheidung zwischen diesen beiden Spielern fallen. Doch während diese beiden nun anfingen Fehler zu machen, drehte Lokalmatador Thibault Junak auf. Er hatte nach seiner 76 am ersten Tag mit einer 69 in Runde 2 Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen. Birdies auf den Löchern 14, 15 und 17 brachten ihn Total auf -1. Auf seinem letzten Loch misslang erst der Drive und dann auch noch der Recovery. Aus etwas mehr als 80 Meter sollte der Ball auch nicht näher als 8 Meter an der Fahne landen, allerdings gelang ihm aus dieser Position ein ganz starker Putt zum Par - im Nachhinein war dies der entscheidende Schlag zum Titel. Köble musste nämlich auf den letzten vier Löchern durch Fehler vom Tee und auf dem Grün vier Bogeys hinnehmen womit er von -4 auf Par zurückfiel. Somit war einen Schlag hinter Junak. Auch Schäfer spielte die letzten vier Löcher 4 über. Für Lukas Köble wurde es somit Silber, für Ludwig Schäfer Bronze. Für den großen Jubel aller einheimischen Fans sorgte somit Thibault Junak, der am Ende strahlend den Pokal in Empfang nehmen durfte.

Ludwig Schäfer, Thibault Junak, Lukas Köble

Im Rahmen der Hessenmeisterschaften wird traditionell auch der Hessenpokal ausgespielt. Hier treten vier Spieler aus einem Club an, wobei die drei besten Ergebnisse der Samstag-Runde gewertet werden. Den Sieg holte sich das Frankfurter-Quartett mit Marie Coors, Helen Kreuzer, Ben Bradley und Gregor Weck. Platz 2 ging an Neuhof mit Philipp Nazet, Yannic Völker Jan-Phillip Heyen und Paul Zwanzig.

Team Frankfurt

Update: fälschlicherweise haben wir Lukas Köble im Bericht zunächst mit Jonas angesprochen. Er spielt bereits seit der Saison 208 in Frankfurt. Die Fehler wurden korrigiert und bitte wir zu entschuldigen.

News vom 09.06.2019


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