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HGV - Wettspielbedingungen 2017

Stand 08.03.2017

A. Generelle Spielbedingungen (Wettspielbedingungen im Sinne der Golfregeln)
1. Regeln / Platzregeln / Wettspielausschreibung
Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschließlich des Amateurstatut) des DGV und den jeweils veröffentlichten Platzregeln.
a) Strafe für Verstoß gegen eine Platzregel:
Lochspiel:
Zählspiel:
Lochverlust
2 Schläge
b) Für Mannschaftsspiele gilt zusätzlich: Es gilt das aktuelle HGV-Ligastatut.
Bei einem Verstoß gegen die Wettspielausschreibung erfolgt als Strafe:
Lochspiel:
Zählspiel:
Disqualifikation der Mannschaft für diesen Wettspieltag
Disqualifikation der Mannschaft für diesen Wettspieltag
Vor Beendigung des Wettspiels entscheidet die Spielleitung. Nach Beendigung des Wettspiels kann der Sportwart rückwirkend die genannten Strafen verhängen. Die Folgen der Disqualifikation werden durch das HGV-Ligastatut geregelt.
Bei einem Verstoß gegen die Mannschaftsaufstellung bei Mannschaftswettbewerben nach Stamm- oder Spielvorgabe (sofern dies die Ausschreibung verlangt) erfolgt als Strafe im Lochspiel:
Verlust aller Spiele, die durch die falsche Reihenfolge betroffen sind.

2. Ausrüstung
a) Driverköpfe (siehe Golfregeln Anhang I, Teil B, 1a)
Jeglicher Driver, den ein Spieler mit sich führt, muss einen Schlägerkopf haben, der bezüglich Typ und Neigung der Schlagfläche (Loft) in dem vom R&A herausgegebenen Verzeichnis zugelassener Driverköpfe aufgeführt ist (www.randa.org). Ausnahme: Ein Driver, dessen Schlägerkopf vor 1999 hergestellt wurde, ist von dieser Wettspielbedingung befreit.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation
Die aktuelle Liste ist im Internet unter www.randa.org einzusehen.
b) Der Ball (siehe Golfregeln Anhang I, Teil B, 1b)
Der Ball, den ein Spieler spielt, muss im aktuell gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle des R&A aufgeführt sein. Die aktuelle Liste ist im Internet unter www.randa.org einzusehen.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation

3. Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel (Regel 6-7)
Hat eine Spielergruppe nach Auffassung der Spielleitung den Anschluss an die vorangehende Spielergruppe verloren oder hat sie, falls Richtzeiten zum Spielen eines oder mehrerer Löcher vorgegeben sind, mehr Zeit als die Richtzeit benötigt, so wird die Spielergruppe ermahnt. Wird danach eine Verbesserung des Spieltempos nicht festgestellt, wird der Spielergruppe mitgeteilt, dass ab sofort für jeden einzelnen Spieler eine Zeitnahme durchgeführt wird. Die Zeitnahme beginnt, wenn der Spieler mit seinem Schlag an der Reihe ist. Überschreiten der erste Spieler die Zeit von 50 Sekunden und die folgenden Spieler die Zeit von 40 Sekunden für die Ausführung des Schlages, so wird dies als Verstoß gegen Regel 6-7 angesehen.
Strafe für Verstoß:
Lochspiel: 1. Verstoß: Lochverlust
2. Verstoß: Lochverlust
3. Verstoß: Disqualifikation
Zählspiel: 1. Verstoß: 1 Schlag
2. Verstoß: 2 Schläge
3. Verstoß: Disqualifikation
Strafschläge werden an dem Loch hinzugerechnet, an dem der Verstoß begangen wird. Wird das Spiel zwischen dem Spielen zweier Löcher verzögert, so wirkt sich die Strafe am nächsten Loch aus.

4. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr (Regel 6-8b Anmerkung)
Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, so dürfen Spieler, die sich in einem Lochspiel oder einer Spielergruppe zwischen dem Spielen von zwei Löchern befinden, das Spiel nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat. Befinden sie sich beim Spielen eines Loches, so müssen sie das Spiel unverzüglich unterbrechen und dürfen es nicht wieder aufnehmen, bevor die Spielleitung eine Wiederaufnahme angeordnet hat. Versäumt ein Spieler das Spiel unverzüglich zu unterbrechen, so ist er disqualifiziert, sofern nicht Umstände die Aufhebung der Strafe nach Regel 33-7 rechtfertigen.
Hat die Spielleitung das Spiel wegen Gefahr ausgesetzt, sind im Interesse der Sicherheit der Spieler alle Übungsflächen gesperrt bis sie von der Spielleitung wieder zum Üben freigegeben sind. Spieler, die gegen diese Regelung verstoßen, können vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
  • Signal für unverzügliches Unterbrechen des Spiels wegen Gefahr: Ein langer Signalton einer Sirene.
  • Signal für sonstige Spielunterbrechung nach Regel 6-8b: Wiederholt drei aufeinanderfolgender Signaltöne einer Sirene.
  • Signal für Wiederaufnahme des Spiels: Wiederholt zwei kurze Signaltöne einer Sirene.
Anmerkung: Unabhängig hiervon obliegt die Spielunterbrechung bei Blitzgefahr der Eigenverantwortung des Spielers, vgl. Regel 6-8a(II).

5. Üben / Nachputten (Regel 7-2 Anmerkung 2)
Ein Spieler darf im Zählspiel keinen Übungsschlag (z.B. Nachputten oder Chippen) nahe oder auf dem Grün des zuletzt gespielten Lochs ausführen oder zum Prüfen des Grüns einen Ball rollen.
Strafe für Verstoß: 2 Schläge am nächsten Loch.
Strafe für Verstoß am letzten Loch: 2 Schläge an diesem Loch.

6. Caddies (Regel 6-4)
Nur Amateure dürfen als Caddies eingesetzt werden. Bei Jugendwettspielen sind Caddies nicht erlaubt.
Ausnahmen:
  • Bei Jugend-Mannschaftswettspielen dürfen Mannschaftsmitglieder und/oder der Mannschaftskapitän als Caddies eingesetzt werden.
  • Wenn Jugendwettspiele der AK 18 gleichzeitig mit der AK offen ausgetragen werden, sind Caddies erlaubt.
  • Wenn die Ausschreibung eine andere Regelung vorsieht.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation des betroffenen Spielers

7. Geräte zur Entfernungsmessung:
Ein Spieler darf Entfernungsinformationen durch die Verwendung eines Entfernungsmessgeräts erlangen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Entfernungsmessgerät zum Abschätzen oder Messen anderer Umstände die sein Spiel beeinflussen könnten (z. B. Höhenunterschiede, Windgeschwindigkeit, usw.), verstößt der Spieler gegen Regel 14-3. Strafe für Verstoß siehe Regel 14-3.

8. Belehrungen durch den Kapitän in Mannschaftswettspielen
Bei Mannschaftswettspielen darf zusätzlich zu Regel 8-1 auch durch den benannten Mannschaftskapitän Belehrung erteilt werden. Ein selbst spielender Kapitän darf während seines eigenen Spiels nur seinem Partner Belehrung erteilen (Regel 8 Anmerkung).
Strafe für Verstoß:
Lochspiel:
Zählspiel:
Lochverlust
2 Schläge
Der Kapitän muss Amateur sein, es sei denn die Ausschreibung lässt Professionals zu.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation der Mannschaft für den Wettspieltag.
Der Kapitän muss vor Beginn des Wettspiels der Spielleitung bekannt sein, ansonsten kann nur ein Spieler ersatzweise die Kapitänsfunktion übernehmen.

9. Fahren / Mitfahren in Golfwagen o. ä. Fahrzeugen (Decision 33-1/8)
a) Spieler oder Caddies dürfen während der festgesetzten Runde keinerlei Beförderungsmittel nutzen, außer das kurzfristige Fahren/Mitfahren wird von der Spielleitung/den Referees ausdrücklich genehmigt.
Strafe für Verstoß durch Spieler:
Lochspiel: Lochverlust für jedes Loch, bei dem der Verstoß begangen wurde, höchstens jedoch 2 Löcher
Zählspiel: 2 Schläge an jedem Loch, an dem der Verstoß festgestellt wird, höchstens jedoch 4 Schläge pro Runde
Im Falle eines Verstoßes zwischen zwei Löchern wirkt sich der Verstoß am nächsten Loch aus. Der Spieler muss sofort nach Feststellen des Verstoßes die Benutzung des Fahrzeugs einstellen, andernfalls wird er disqualifiziert.
Das Fahren/Mitfahren in oder auf Golfwagen ist den nicht selbst spielenden Kapitänen auch während der Spiele ihrer Mannschaft erlaubt, sofern für jeden Kapitän ein Golfwagen zur Verfügung steht.
b) Das Fahren / Mitfahren in Golfwagen ist gestattet, wenn der Spieler einen Schwerbehindertenausweis mit dem Kennzeichen "G" besitzt. Das Fahren / Mitfahren ist nur gestattet, wenn für alle Spieler des Austragungsortes mit Schwerbehindertenausweis mit dem Kennzeichen "G" ein Golfwagen o.ä. Fahrzeug zur Verfügung steht. Der gastgebende Club kann zur Schonung seiner Anlage Golfwagen o. ä. Fahrzeuge verbieten.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation des Spielers

10. Metall- bzw. Alternativspikes / Golfschuhe (Decision 33-1/14)
Es gilt die am Wettspieltag gültige Regelung des Austragungsortes.

11. Beendigungen von Wettspielen (Regel 34-1)
Zählspiele gelten mit der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse als beendet. Lochspiele gelten mit der Meldung des Ergebnisses durch beide Spieler an die Spielleitung als beendet oder - falls nicht geschehen - mit offizieller Bekanntgabe oder Aushang der betreffenden Spielerpaarung für die nächste Runde. Bei einer Zählspielqualifikation mit nachfolgenden Lochspielen gilt die Zählspielqualifikation als beendet, wenn der Spieler (bei Mannschaften der erste Spieler) in seinem ersten Lochspiel abgeschlagen hat.

12. Änderungsvorbehalte der HGV-Spielleitung
HGV-Spielleitungen haben in begründeten Fällen bis zum ersten Start der jeweiligen Runde das Recht
  • die jeweiligen Platzregeln abzuändern,
  • die festgelegten Startzeiten zu verändern,
  • die Ausschreibungsbedingungen abzuändern oder zusätzliche Bedingungen herauszugeben.
Nach dem ersten Start sind Änderungen nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.

13. Doping
Es besteht Dopingverbot.
Strafe für Verstoß: Disqualifikation des betreffenden Spielers


B. Sonstige Ausschreibungskriterien / Teilnahmebedingungen

1. Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt an den Wettspielen des HGV sind alle spielberechtigten Mitglieder ihres Heimatclubs, der die Vorgabe führt und ordentliches Mitglied im HGV ist. Der Sportwart des HGV kann für die Wettspiele des HGV zur Förderung der Jugendlichen aus den Kadern und Stützpunkten des HGV Wildcards vergeben.

2. Vorgabenwirksamkeit
Alle in Einzelwettspielen erzielten Ergebnisse sind vorgabenwirksam, sofern auch die sonstigen Bestimmungen des EGA-Vorgabensystems erfüllt sind. Dies gilt auch für Einzelwettspiele im Rahmen von Mannschaftswettbewerben.

3. Vorgabengrenze
Bei Wettspielen, in denen die Teilnahme durch eine Vorgabengrenze geregelt ist, gilt: Maßgebend für die Teilnahmeberechtigung ist die am Tage des Meldeschlusses gültige EGA-Vorgabe.

4. Meldungen / Meldeschluss
Alle Meldungen zu Einzel- und Viererturnieren erfolgen ausschließlich online über das Anmelde-Tool unter Angabe aller notwendiger Daten über die Homepage des HGV: www.hessischer-golfverband.de. Die Meldung muss bis zum angegebenen Tage für den Meldschluss beim HGV eingegangen sein.

5. Reduzierung des Teilnehmerfeldes
Gehen mehr Meldungen als die in der jeweiligen Ausschreibung festgelegte Höchstzahl an Teilnehmern ein, so werden die Bewerber mit den höchsten EGA-Vorgaben herausgenommen. Bei gleicher EGA-Vorgabe entscheidet das Los. Die aktuelle EGA-Vorgabe wird am Folgetag des Meldeschlusses über das DGV-Intranet ermittelt.

6. Veröffentlichung von Start- und Ergebnislisten
Wir weisen darauf hin, dass Vor- und Nachname, Heimatclub sowie die Startzeiten der einzelnen Teilnehmer an den Wettspieltagen zur Erstellung der Startlisten und Ergebnislisten verwendet und im Internet auf den Websiten des HGV für jedermann einsehbar veröffentlicht werden. Mit der Teilnahme am Wettspiel erklärt der Teilnehmer seine Einwilligung, dass während des Wettspiels von seiner Person Bild- und Tonaufnahmen angefertigt und in Print- und/oder Onlinemedien (z.B. auf der Homepage) des HGV zu eigenen, nicht kommerziellen Zwecken (z.B. zur Turnierberichterstattung) veröffentlicht werden dürfen.

7. Abmeldung vom Wettspiel
Spieler oder Mannschaften, die nicht am Wettspiel teilnehmen können, haben sich so früh wie möglich abzumelden. Abmeldungen vor Meldeschluss sind ausschließlich online über die Homepage des HGV (www.hessischer-golfverband.de) vorzunehmen. Abmeldungen nach Meldeschluss sind der Geschäftsstelle des HGV mitzuteilen. Abmeldungen am Tag des Wettspiels sind am Austragungsort vorzunehmen.
Bei Absagen nach Meldeschluss besteht die Verpflichtung zur Zahlung der Meldegebühr.
Falls Spieler oder Mannschaften ohne Abmeldung dem Wettspiel oder einzelnen Runden fernbleiben, kann eine Sperre vom Sportwart wegen unsportlichen Verhalten ausgesprochen werden (für Mannschaften vgl. hierzu HGV-Ligastatut). Der Sportwart entscheidet endgültig.

8. Unsportliches Verhalten
Verhält sich ein Spieler oder eine Mannschaft unsportlich oder grob unsportlich, so kann der HGV gegen die Spieler folgende Sanktionen verhängen:
a) Verwarnung
b) Auflagen
c) Befristete oder dauerhafte Wettspielsperre für HGV-Wettspiele
Der HGV entscheidet endgültig.
Grob unsportliches Verhalten liegt vor, wenn gegen traditionell herausgebildete und allgemein anerkannte Verhaltensregeln beim Golfsport nachhaltig verstoßen wird (z.B. vorsätzliche Regelverstöße, unentschuldigtes Nichtantreten bei einem Wettspiel, vorsätzlicher Verstoß gegen die Etikette sowie Manipulationen eines Wettspielergebnisses) oder der Sportbetrieb bzw. andere Clubs, Mannschaften oder Spieler nicht hinnehmbare Nachteile oder Beeinträchtigungen erleiden.
Ist ein Spieler oder eine Mannschaft aufgrund unsportlichen Verhaltens durch den HGV gesperrt worden, so kann der HGV beim DGV beantragen, diesen Spieler oder diese Mannschaft auch für DGV-Wettspiele zu sperren (für Mannschaftswettspiele vergleiche hierzu HGV-Ligastatut).

9. Proberunden
Proberunden sollten bei Wettspielen, die am Samstag stattfinden, möglichst am Freitag wahrgenommen werden. Dies gilt auch für Wettspiele, die an Sonntagen beginnen (Ausnahmen sind nur über das jeweilige Clubsekretariat möglich). Der gastgebende Club kann bei den HGV-Einzelmeisterschaften und den HGV-Vierer-Meisterschaften für die Proberunde die Hälfte des jeweilig festgesetzten Greenfees einfordern. Die Proberunde kann nach vorheriger Absprache mit dem gastgebenden Club ab dem Dienstag vor dem Turnier gespielt werden. Bei Jugendturnieren ist die Proberunde greenfee-frei.

10. Abschläge
Generell erfolgt die Bekanntgabe der für das Wettspiel zu nutzenden Abschläge am Austragungsort seitens der Spielleitung.

11. Wettspielleitung
Die Spielleitung liegt beim HGV. Er bestimmt für jedes Wettspiel eine Spielleitung, die Aufgaben und Befugnisse nach den Regeln 33 und 34 hat.

12. Versicherungsschutz
Der Versicherungsschutz richtet sich bei allen Veranstaltungen des HGV nach der Haftpflicht- und Unfallversicherungsregelung des Landessportbund-Hessen.

13. Hinweis
Mitglieder eines Clubs, deren Platz durch ein HGV-Einzel/Vierer-Verbandsspiel belegt ist, können an demselben Tag auf den Plätzen anderer Clubs, die Mitglied im HGV sind, unter Beachtung nachfolgender Bedingungen spielen:
  1. Die Zahl der Gastspieler ist auf insgesamt maximal 10 für jeden gastgebenden Club festgelegt.
  2. Rechtzeitige Anmeldung im Sekretariat des gastgebenden Clubs ist erforderlich
  3. Das Greenfee beträgt die Hälfte der vom jeweiligen gastgebenden Club festgesetzten Spielgebühr.
  4. Besondere Regelungen, bedingt durch clubinterne Wettspiele, Vergabe von Startzeiten usw. sind den Clubs vorbehalten.

Hessischer Golfverband e.V., Änderungen vorbehalten.

HGV

Golf in Hessen

Nächste Termine:
30.09. Aufstiegspiele Ligen
30.09.-01.10. Finale DMM Jugend
03.10. Aufstiegsspiel Hessenliga
03.10. Finale Challenge Tour
04.10. Meldeschluss Club-Spielleiter-Ausb.
07.10. Rookie of the Year


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